Der Beruf des Klempners

Falzzange, Blechschere, andere Zangen wie Flachzange, Deckzange und Spitzzange und andere sowie verschiedene Eisen wie Bördeleisen, Schaleisen und Rinnnenstöckel sowie diverse Hämmer sind die typische Handwerkzeuge von einem Klempner. Dies ist die Berufsbezeichnung für einen Handwerker, der Gegenstände aus Metall herstellt bzw. bearbeitet und repariert.

Mehr als nur verstopfte Toiletten reinigen

Den Ausruf „Holt mal den Klempner“ verstehen allerdings viele Verbraucher heute noch so, dass sie einen Fachmann herbeirufen sollen, der sich mit der Installation bzw. der Reparatur von Badarmaturen, insbesondere dem Waschbecken oder der Toilette auskennt. Doch die korrekte Berufsbezeichnung für diese Handwerker lautet Gas- und Wasserinstallateur. Das heißt wenn man den Ausruf „Holt mal den Klempner“ tätigt, wenn es um eine verstopfte Toilettenspülung geht, sollte man auf keinen Fall im Branchenbuch nach einem Klempner suchen. Denn dieser kann in diesem Fall nicht weiterhelfen. Dieser muss schon in seinem Leistungsspektrum auch die Bereiche Gas- und Wasserinstallation dabei haben. Doch Klempner ist nicht gleich Klempner. Außer diesem Missverständnis besteht auch noch eine sehr große Anzahl von verschiedenen Bezeichnungen für diesen Beruf.

Fachbereich

Klempner bzw. auch Spengler ist allgemein erst einmal die Berufsbezeichnung für einen Handwerker, der Feinbleche aus Eisen oder NE-Metallen herstellt. Diese werden benötigt für die Herstellung von Dacheindeckungen, von Dachentwässerungen und von Lüftungsanlagen. Mit dem Begriff Spengler oder Klempner geht man in Deutschland jedoch verschiedentlich um. So ist in Süddeutschland die Berufsbezeichnung Spengler eine umgangssprachliche Bezeichnung für den Handwerksberuf des Klempners. In der Pfalz und auch in Bayern jedoch wird der Begriff Spengler allerdings für den Karosseur (den Karosseriebaumechaniker) genannt. In Norddeutschland und Mitteldeutschland wird Klempner auch „Klemptner“ geschrieben. Und in Teilen Baden-Württembergs und auch in Franken bezeichnet man einen Klempner auch als Flaschner. Wie auch immer die Bezeichnung nun lautet für diesen Handwerksberuf, die Aufgabe des Klempners ist es in erster Linie vom Leistungsumfang her Dachflächen, Fassaden und Schornsteinen mit Blechen zu verkleiden. Auch die Montage von Regenrinnen fällt in dessen Aufgabenbereich.

Ausbildung

Die Ausbildung zum Klempner dauert in Deutschland 3 1/2 Jahre. Dort werden in der Grundausbildung die grundlegende Tätigkeiten bzw. Kenntnisse wie das Weichlöten, das Hartlöten und das Bördeln und das Falzen, das Schweifen und das Messen, das Kanten und das Lesen von technischen Zeichnungen dem Auszubildenden nahe gebracht. Darüber hinaus werden dem Azubi auch fachbezogene Mathematikkenntnisse und auch die Werkstoffkunde beigebracht, sowie das Konstruieren, das Montieren und das Reparieren von Metallblechen.
Die Ausbildung zum Klempner findet im Rahmen des dualen Systems statt.

Unterbereiche

Im Rahmen der Ausbildungsberufe zum Klempner gibt es viele verschiedene. Und zwar den Anlagemechaniker, den Anlagemechaniker in Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, den Bauklempner, den Isolierklempner und den Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in – Karosseriebautechnik. Über den Fortbildungsweg kann sich jeder Klempner natürlich auch einen Meistertitel holen und als Klempnermeister arbeiten. Der Rahmenlehrplan ist für die Klempner-Berufe im Übrigen sehr ähnlich in vielen Bereichen. Es gibt auch durchaus Überschneidungen in der Tätigkeit der einzelnen Klempner-Berufe. Der einzelne Klempner muss dabei selbst abgewegt haben, vor der Ausbildung noch, welche Richtung er in diesem Beruf er gerne einschlagen möchte. Arbeiten können Klempner sowohl auf Baustellen, wie auch in der Werkstatt und natürlich auch in der Fertigung.

Foto: david hughes – Fotolia

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