Der Glaser ist ein Spezialist für Fenster

In den letzten Jahren haben die Bauten mit großer Glasfront zugenommen. Immer wieder auch gefragt ist nach den Vorgaben von einem Architekten die Handwerkskünste der Glaser. Der Glaser verarbeitet dabei das durch die Glasherstellern gefertigte Glas weiter. Und zwar mit Werkzeugen, wie dem Glasschneider und der Schleifmaschine. Dieses Handwerk hat heue seinen festen Platz im Bereich der Fenster- und Glasfassadenbau und ist ein immer wichtiger werdender Teilbereich der Herstellung von Bauelementen.

Zahllose Möglichkeiten

Hergestellt werden kann vom Glaser alles: Große gläserne Gebäudefronten wie auch lichtdurchleuchtete Glaskuppeln. Doch das ist nur ein Bruchteil von den Möglichkeiten, die ein Glaser durch sein erlerntes Handwerk hat. Denn es gibt außer im Außenbereich von einem Gewerk auch sehr viele Dinge, die ein Glaser für den Innenausbau beisteuern kann, so dass eine Wohnung oder ein Haus einen sehr individuellen Touch erhält. So können vom Glaser auch nach Zeichnung bzw. Vorgabe des Verbrauchers anhand von Bildern Glastüren und auch Spiegel hergestellt werden. Dabei spielt immer eine Rolle etwas Individuelles zu schaffen. Denn jedes Glas-Bauteil muss angepasst werden, ob nun auf der Baustelle oder aber in den Innenräumen.

Berufsbild

Dabei spielt im Berufsbild des Glasers das Anfertigen von Kunstverglasungen eine ebenso große Rolle, wie auch das Instandsetzen und Reparieren von Verglasungen. Nach wie vor eine gesonderte Fachrichtung von diesem Handwerk ist der Herstellung von Fensterrahmen aus verschiedenen Werkstoffen. So können heute Glasfenster mit Kunststoffrahmen und auch mit Metallrahmen sowie Holzrahmen versehen werden. Allerdings sind in diesem Fall die Glaser in einer Schreinerei oder in einem Metallbaubetrieb beschäftigt. Diese Unternehmen arbeiten bei der Fensterrahmenherstellung allerdings heute einzig mit Isolierglas.

Ausbildung

Um Glaser zu werden, muss dieser erst einmal eine Ausbildung absolvieren. Die Ausbildungsdauer zum Glaser beträgt 3 Jahre. Die Ausbildung erfolgt als duale Ausbildung, und zwar in den entsprechenden Branchenbetrieben und an Berufsschulen. Der Interessent an diesem Beruf sollte vor allem am Veredeln von Glas, durch Mattieren mit der Sandstrahltechnik oder aber durch Beschichten und durch Emaillieren, sowie das Anfertigen von Bilderleisten, von Bilderrahmen und Passepartouts, sowie das Einrahmen von Bildern und Spiegeln und eventuell auch dem Montieren von Glasplatten auf der Baustelle erst einmal Interesse zeigen. Doch die Spezialisierung erfolgt im zweiten Ausbildungsjahr. Schon bei der Wahl des Ausbildungsbetriebes legt sich der Azubi fest, welche Art von Glaser er später einmal werden wird. Die Ausbildung zum Glaser wird mit der Gesellenprüfung abgeschlossen.

Kompetenzen

Die Kernkompetenzen von einem Glaser, die er während der Ausbildung erwerben kann ist das Bauglasen, der Glasbau und die Mechanische Glasbearbeitung. Darüber hinaus können weitere Kompetenzen im Rahmen der Ausbildung erworben werden, die für die Ausübung von diesem Beruf bedeutsam sein können sind die Arbeitsvorbereitung, das Aufmaß nehmen, das Bleiverglasen, das Fahrzeugglasen und die Fassadenbautechnik sowie der Fenster- und Türenbau und die Ganzglaskonstruktion. Darüber hinaus wird dem Azubi auch Kenntnisse im Bereich Glaskleben, der Großflächenverglasen, des Klebens sowie der Kundenberatung und der Kundenbetreuung sowie der Kunstverglasung und der Kunststoffverarbeitung sowie dem
Oberflächen beschichten und der Qualitätsprüfung, der Qualitätssicherung und des Rahmenglasens, wie auch im Bereich der Restaurierungsarbeiten sowie für Spezial- und Sonderglasen. Darüber hinaus natürlich auch im Bereich der Wartung, der Reparatur und der Instandhaltung.

Foto: V. Yakobchuk – Fotolia

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