Einen Komposthaufen im Garten anlegen – so geht es

Ein Komposthaufen besticht durch zwei Vorzüge: Sie können dort organische Abfälle aus der Küche oder dem Garten praktisch entsorgen. Zugleich bildet sich ein nährstoffhaltiger Humus, den Sie zur Verbesserung der Erde in den Beeten untermischen können. Was es beim Anlegen eines Komposthaufens zu beachten gilt, erfahren Sie hier.

Das sollten Sie beim Aufbau beachten

Um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erreichen, sollten Sie einige Tipps beherzigen. So sollten Sie einen halbschattigen und windstillen Standort wählen. Zu viel Sonne und Wind schrecken unter anderem Regenwürmer und Mikroorganismen ab, welche bei der Zersetzung der Abfälle eine wichtige Rolle einnehmen. Bestenfalls positionieren Sie den Komposthaufen zudem nahe an Ihrem Haus, dann müssen Sie bei der Abfallentsorgung nicht den gesamten Garten durchschreiten. Das Kompostbehältnis können Sie selbst anfertigen: Dafür eignen sich Holzlatten, die Sie im Quadrat aufeinanderstecken. Sie müssen nur jeweils oben und unten Einbuchtungen aussägen, dann brauchen Sie weder Nägel noch Schrauben. Zwischen den Latten muss es jeweils Freiräume geben, die für eine ausreichende Durchlüftung des Komposts sorgen.

Den Komposthaufen richtig nutzen

Nachdem Sie die Basis geschaffen haben, kommt der zweite Schritt: die Befüllung. Den Boden sollten Sie mit einer etwa 10 cm hohen Schicht groben Materials auslegen, dafür kommen Zweige oder Heckenschnitt infrage. Diese verbessert die Belüftung. Darüber schichten Sie die unterschiedlichen Abfälle:

  • aus dem Haushalt: organische Abfälle wie Gemüse- und Obstreste, Kaffee- und Teesatz inklusive Filtern und Küchenpapier. Fleisch, Fisch, alles Gekochte und Eierschalen gehören dagegen nicht in den Kompost.
  • aus dem Garten: Rasen-, Hecken- und Strauchschnitt, Fallobst, Pflanzenreste bei der Ernte. Unkräuter sollten Sie dagegen anderweitig entsorgen.

Diese verschiedenen Stoffe sollten Sie optimal durchmischen. So sollten Sie nicht in großen Mengen feuchte Küchenabfälle und Rasenschnitt auftürmen. Der Kompost verdichtet sich ansonsten zu sehr, zudem besteht die Gefahr von Fäulnis. Streuen Sie dazwischen lieber trockene Materialien wie Stroh und Zweige ein. Diese sammeln Sie in größeren Mengen neben dem Komposthaufen, bei Bedarf können Sie dann immer darauf zugreifen. Zusätzlich sollten Sie den Kompost etwa alle zwei oder drei Monate umsetzen. Sie graben ihn mit einem Spaten um und befördern dabei Materialien von außen ins Innere und bereits fortgeschrittenen Kompost von unten nach oben.

Besten Humus produzieren

Nur mit idealen Rahmenbedingungen kompostieren Sie effizient: Bevorzugen Sie einen halbschattigen Standort, entsorgen Sie nur geeignete Abfälle und mischen Sie die unterschiedlich feuchten und sperrigen beziehungsweise zusammenklebenden Gegenstände gut durch. Denken Sie auch an das Umsetzen. Wenn Sie sich an diese Tipps halten, können Sie auf Zusätze wie Kompostbeschleuniger verzichten.

IMG: Thinkstock, iStock, audaxl

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