Holzdecken einsetzen – Wohnraumgestaltung im großen Stil

Eine echte Decke aus Holz kann die Wohnqualität immens steigern. Ob es nun eine echte sein soll, oder nur eine Paneelverkleidung, es gibt bei beiden einiges zu beachten.

Beginnend mit der „echten“ Holzdecke so steht hier natürlich sehr viel Aufwand an. Eine  Holzdecke zu ziehen, ist eigentlich nur bei einem Neu- oder großem Umbau des Hauses sinnvoll. In früheren Tagen sind sie sehr oft beim Hausbau  ausgeführt worden.

Ihre Vorteile liegen auf der Hand, ihre Nachteile allerdings auch. Sie sind baubiologisch günstiger und bieten oft auch viele optische Reize, zudem ensteht bei ihrem Einbau auch keine Baufechtigkeit, die später einmal zu einem Problem werden kann.

Allerdings müssen sie dennoch gegen Feuchtigkeit geschützt werden und sind auch feueranfälliger als die Stahlbetonvariante, die sich zudem auch positiver auf die Stabilität auswirkt.

Einfach drauflos bauen sollte man nicht. Besonders in kleinen und niedrigen Räumen kann eine massive Holzoptik schnell erdrückend wirken. Eine genaue Planung ist in jedem Fall erforderlich.

Wenn man sich dennoch dafür entscheidet, stehen im Grunde drei Möglichkeiten zu Auswahl.

  • Die Bekleidete Holzbalkendecke: Bei ihr werden die Holzbalken zusätzlich mit Paneelen verkleidet. In den Zwischenräume ist ausreichend Platz für Dämmung und ähnliches.
  • Die Sichtbare Holzbalkendecke: Sie lässt sich vor allem in Wohn- und Arbeitseinheiten einsetzen. Da sie unverkleidet ist, erfordern mögliche Schall- und Brandschutzbestimmungen einen höheren Zusatzaufwand als bei der verkleideten Variante.
  • Die Brettstapeldecke: Wie der Name schon sagt, werden hier Bretter gestapelt oder vielmehr aneinander geleimt oder gedübelt. Die so geformte Deckenkonstruktion wird dann einfach auf die Geschosswände gelegt. Diese Variante erfordert keine zusätzliche Verkleidung ist aber aufgrund der vielen Segmente anfällige für Verschiebungen durch Feuchtigkeit.

Wer dann eher an eine Holzverkleidung für die Betondecke gedacht hat, kommt zumindest in den Genuss, das Design schnell wieder ändern zu können, wenn es mal nicht mehr gefällt.

Hier sollte man gerade in Räumen mit aufsteigender Feuchtigkeit darauf achten, dass sich hinter den Holzpaneelen keine Nässe ansammeln und die Luft ausreichend zirkulieren kann.  In Bad– und Küchenräume sollte man zudem Paneele benutzen, die über ausreichende Fechtigkeitsresistenz verfügen, MDF-Paneele eigenen sich hier am besten.

Ansonsten gibt es natürlich auch hier zahlreiche Möglichkeiten. Echtholzpaneele sind sicherlich die teuerste Variante, aber auch die schönste. Geöltes oder gewachstes Massivholz ist für das Raumklima am angenehmsten, doch auch mit weniger teuren Produkten lassen sich wunderbare Ergebnisse erzielen.

Für hoche Räume in alten Gemäuern oder den modernen Designbau kann eine Decke in Holz noch das gewisse Etwas sein.

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