Pilze im Rasen – So werden Sie die Störenfriede los

Pilze sind eine feine Sache, lecker und gesund. Aber sie gehören nun einmal erst auf den Teller und dann in den Magen – wo sie auf keinen Fall hingehören, das ist der Rasen. Leider halten sich die Pilze nicht daran und schießen mitunter sprichwörtlich über Nacht aus dem Rasen hervor. Doch es gibt geeignete Maßnahmen, um die Eindringlinge wieder wegzubekommen.

Plötzlich ist der gepflegte Rasen voller schwarzer oder gelblich-brauner Störenfriede, die allein und in Gruppen das Grün bevölkern und beim bis eben noch so stolzen Raseninhaber für schlechte Laune sorgen. Das Auftreten der Pilze – die übrigens nicht zu den Pflanzen gehören, sondern in der biologischen Einstufung ein eigenes Reich bilden – kann verschiedene Ursachen haben.

Ist der Boden zu feucht, freut sich der Pilz

Wenn Pilze auftreten, ist der Rasen zumeist zu feucht. In der Regel hat sich dann als Folge regenreichen Wetters sogenannte Staunässe gebildet – oder sie ist entstanden, weil schlichtweg zu viel gegossen wurde. Ist es dann relativ warm, herrschen ideal Bedingung für das Wachstum der Pilze. Oft ist es frisch verlegter Rollrasen, der heimgesucht wird. Die Gründe: Die Rasenwurzeln sind noch nicht voll ausgebildet und angewachsen, und die Inhaber des neuen Rasens gießen die Rasenbahnen zumeist ausgiebig und mitunter zu oft.

Belüftung hilft gegen die Staunässe

Die Pilze einfach mit dem Rasenmäher abzusäbeln, ist keine gute Idee. Das sorgt dafür, dass sie sich über ihre Sporen noch weiter ausdehnen. Vor dem Mähen sollte die Pilze daher ausgestochen werden, auch wenn das mitunter unschöne Löcher hinterlässt. Die Staunässe lässt sich beseitigen, in dem man den Rasen belüftet. Das schafft man durch Vertikutieren und das weniger bekannte Aerifizieren, bei dem sogenannte „Spoons“ tiefer in den Boden eindringen und so für eine noch bessere Belüftung als beim Vertikutieren sorgen.

Kalken und düngen als Präventionsmaßnahme

Anschließend empfiehlt es sich, den Rasen zu düngen und zu kalken. Pilze wachsen auf sauren Böden besonders gut, durch Kalken erhöht man den pH-Wert und entsäuert den Boden. Zuvor sollte man aber per Bodentest ermitteln, ob der Boden tatsächlich sauer ist. Entsprechende Sets gibt es für kleines Geld im Baumarkt. Da Pilze sehr oft auch ein Zeichen von Nährstoffmangel sind, sollte man nach dem etwaigen Kalken den Boden düngen. Danach hat man gute Chancen, Pilzen nur noch beim Waldspaziergang zu begegnen – oder wenn man beim Italiener eine Pizza Fungi bestellt.


Fotoquelle: Fotolia, 30155153, Carola Scholz

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