Silikonfuge – So wird’s gemacht

Im heimischen Bad unterliegen auch die Silikonfugen einem Alterungsprozess. Wenn sich Risse oder Spalten bilden, dann besteht Handlungsbedarf. Denn jetzt kann Feuchtigkeit in die Wand eindringen und sich Schimmel bilden. Wie man Silikonfugen richtig erneuert, lesen Sie hier.

Vorbereitungen

Wenn sich dunkle Punkte im Silikon gebildet haben, die sich durch Putzen nicht entfernen lassen, dann ist das bereits ein sicheres Indiz für Schimmelbildung. Die Silikonfuge sollte erneuert werden. Neben einer ruhigen Hand für eine gleichmäßige, schöne Fuge benötigen Sie folgende Materialien und Werkzeuge:

  • Eine Kartusche farblich passendes Silikon
  • Eine Presse für Silikonkartuschen
  • Ein scharfes Messer
  • Silikonentferner
  • Geschirrspülmittel
  • Gummihandschuhe
  • Waschbenzin
  • Fugenfüllschlauch
  • ggf Silikonglätter
  • ein altes Baumwolltuch
  • einen alten Plastikbecher

Bei der Auswahl des Silikons achten Sie neben der passenden Farbe unbedingt auch darauf, wie es „vernetzt“ ist. Es gibt drei Silikontypen:

  • Sauer vernetzt: geeignet für Keramik
  • Fett vernetzt: geeignet für Glas
  • Neutral vernetz: geeignet für Marmor und andere Natursteine

Auf den Silikonkartuschen finden Sie die entsprechenden Bezeichnungen.

Die alte Fuge entfernen

Zuerst muss die alte Fuge entfernt werden. Dies geht am einfachsten mit einem scharfen kleinen Messer. Man schneidet die Silikonfuge vorsichtig entlang, ohne das darunterliegende Material zu verkratzen. Eventuell verbleibende Reste kann mit Silikonentferner beseitigen. Nun muss der Arbeitsbereich sorgfältig gereinigt werden. Mit einem alten Baumwolltuch lassen sich letzte Silikonreste abwischen und mit etwas Waschbenzin kann man dann den Fugenbereich gut entfetten. Alles muss am Ende gut abtrocknen.

Die neue Fuge

Sie sollten den Fugenbereich nach Möglichkeit nicht abkleben. Durch das Klebeband entsteht am Rand der Fuge ein unschöner kleiner Absatz. Wenn Abkleben aber unvermeidlich ist, verwenden Sie möglichst dünnes Klebeband, das nach dem Verfugen aber sofort entfernt werden muss. Sonst können später Teile des Silikons unbeabsichtigt mitabgerissen werden. Wollen Sie den Rand einer Badewanne neu verfugen, bedenken Sie, dass sich eine volle Badewanne bis zu zwei Millimeter absenken kann. Gutes Silikon kann sich bis zu 20 Prozent dehnen. Die Fuge muss daher zehn Millimeter breit sein, um bei voller Badewanne nicht einzureißen. Bei sehr tiefen Fugen sollte zunächst ein Fugenfüllschlauch aus Schaumstoff eingesetzt werden. Dieser sollte 30 Prozent dicker sein als die Fuge, damit er gut hält. Danach wird die Silikonkartusche in die Presse eingesetzt und die Spitze schräg abgeschnitten. Die Öffnung der Spitze sollte um die Hälfte größer sein als die Fuge breit ist. Bei der Badewanne mit Zehn-Millimeter-Fuge also 15 Millimeter. Nun hält man die Kartusche im Winkel von etwa 45 Grad an die Fuge, drückt das Silikon gleichmäßig heraus und zieht dabei die Presse an der Fuge entlang. Danach folgt abschließend das Glätten der Fuge. Der versierte Heimwerker benutzt dazu einen alten Plastikbecher mit Wasser und etwas Geschirrspülmittel. Gummihandschuhe anziehen, den Zeigefinger ins Seifenwasser tauchen und dann vorsichtig die Fuge entlangfahren. Zwischendurch immer wieder den Finger ins Wasser tauchen und nicht zu stark auf das frische Silikon drücken. So wird die Fuge schön gleichmäßig glatt. Wer sich diese Fingerfertigkeit nicht zutraut, kann aber auch einen vorgeformten Silikonglätter verwenden. Danach muss die Fuge gut durchtrockenen. Für circa 24 Stunden sollte keine Flüssigkeit ans Silikon.


Bild: Thinkstock, 186028932, iStock, ca2hill

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