So erstrahlt eure Putzfassade im neuen Glanz

Heute wende ich mich an alle Häuslebauer, welche die Sommerzeit als perfekten Zeitpunkt nutzen können, um die Putzfassade im völlig neuen Glanz erstrahlen zu lassen. Zur Vorbereitung solltet ihr den momentanen Zustand der Fassade auf Schadstelle wie Risse oder Löcher überprüfen, die vor dem Anstrich natürlich ausgebessert oder entfernt werden müssen. Um die Schäden am Putz festzustellen, sollte die Fassade im Vorfeld gereinigt werden – in Abhängigkeit des Verschmutzungsgrades kommen hierfür ein Besen, die Bürste samt Wasser oder im Optimalfall der Hochdruckreiniger zum Einsatz. Treten beispielsweise Wasserflecken auf, empfehle ich euch eine Behebung der Ursache vor dem Fassadenanstrich. Bei bröselndem Putz ist hingegen eine Grundierung erforderlich. Ein Tiefengrund wird bei kreidigem Untergrund oder einem Silikatanstrich benötigt. Kommen sogar kalkhaltige Anstriche zum Vorschein, müsstet ihr diese vor dem Streichen komplett entfernen.

Die Wahl der Fassadenfarbe muss gut durchdacht sein

Sind all diese Schritte erledigt worden, spielt die Wahl der richtigen Fassadenfarbe natürlich eine ausschlaggebende Rolle. Einerseits solltet ihr eine Farbe wählen, an der ihr über viele Jahre hinweg eure Freude haben werdet. Weiterhin ist es bei der Auswahl des Anstriches von besonderer Bedeutung, dass die Farbe sowohl Wasser abweisend als auch atmungsaktiv und wetterbeständig ist. Die wasserdampfdurchlässigen Eigenschaften sind besonders wichtig, da die Feuchtigkeit auf diese Weise nach außen abtransportiert werden kann. Zudem wird ein beständiger Witterungsschutz gewährleistet, indem dem Grundanstrich beim Streichen der Fassade stets zwei Deckanstriche folgen.

Die Übergänge nicht vergessen

Nachdem die Fassade gesäubert, trocken und von allen Putzschäden oder dem Kalkanstrich befreit worden ist, dürft ihr auch schon die Übergänge zu den Türen, dem Dach, den Fenstern und dem Gehweg sorgfältig mit Folie und Kreppband abkleben. Anschließend empfehle ich einen Fassadenroller als perfektes Gerät, um die Grundierung bzw. den Tiefengrund aufzutragen. Nach der Grundierung kann auch schon der Vor- und Zwischenanstrich aufgetragen werden, für den ihr die Fassadenfarbe guten Gewissens mit einem Wasseranteil von fünf bis 15 Prozent verdünnen dürft. An den Vor- und Zwischenanstrich schließt sich natürlich der Schlussanstrich an, für den die Fassadenfarbe unverdünnt aufgetragen werden muss. Der Fassadenroller sollte für diesen finalen Anstrich zuerst in Längsrichtung, danach in die Querrichtung und letztendlich noch einmal längs bewegt werden. Unschöne Farbansätze werden beim Streichen natürlich vermieden, indem größere zusammenhängende Flächen in einem Stück sowie nass in nass angestrichen werden. Voila, und fertig ist die neue Fassade.

Tipp: Bei der Entfernung des Kreppbands gilt: Je eher, desto besser. Je länger das Kreppband mit der Farbe verklebt, umso höher ist die Gefahr, dass Rückstände zurückbleiben.

Bild: Marc Wendland – Fotolia

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