Tätigkeiten des Schreiners

Der Schreiner ist ein Handwerksberuf, der sich mit der Bearbeitung von Holz beschäftigt. In vielen Regionen wird der Beruf auch unter der Bezeichnung Tischler geführt. Neben der Herstellung von Bauteilen für Möbel und andere Gegenstände, ist der Schreiner auch für die Behandlung der Holzoberflächen zuständig. Bedingt durch die Fortschritte der Moderne, werden in diesem Handwerk teilweise allerdings auch Kunststoffe verwendet sowie Metalle. Diese Materialien werden allerdings selten von diesen Handwerkern selbst bearbeitet, sondern vielmehr in Form von Fertigteilen angewendet.

Die drei Grundrichtungen des Handwerks

Insgesamt lassen sich innerhalb des Handwerks drei Grundrichtungen unterscheiden. Sie unterscheiden sich im Hinblick auf die erforderlichen handwerklichen Fähigkeiten. Der Bauschreiner stellt Gebäudeteile her, die ein vollständiger Bestandteil des Bauwerks sind. Hierzu gehören Fenster, Türen, Treppen und etliches mehr. Bedingt durch die Aufgabe arbeitet dieser Teil des Handwerks eng mit anderen Berufsgruppen zusammen. Wie alle weiteren Berufszweige, arbeiten auch die Bauschreiner hauptsächlich in Werkstätten. Sie müssen die Teile allerdings in die Gebäude einbauen, so dass auch Baustellenarbeit in das Aufgabengebiet gehört.

Der Modellschreiner ist ein sehr seltener Beruf. Seine Aufgabe besteht darin, aus Zeichnungen Formen zum Gießen von Modellen anzufertigen. Auch der Bau von kleinen Modellen gehört in diesen Bereich. War der Modellschreiner früher weit verbreitet, so sorgte die Technisierung für eine starke Rückläufigkeit der Verbreitung. Die Arbeit findet fast ausschließlich in Werkstätten statt und ist überwiegend feinmotorisch.

Der Möbelschreiner ist die bekannteste Variante des Schreinerberufs. Sie bauen vor allem Einrichtungsgegenstände. Deshalb fertigen sie in Werkstätten Tische, Schränke, Stühle und noch einiges mehr. Bei den Möbeln handelt es sich oftmals um hochwertige Stücke. Allerdings werden diese Schreiner auch in der industriellen Produktion eingesetzt. Hier fertigen sie häufig Formteile. Schreiner spezialisieren sich in der Regel auf einen der drei Bereiche. Im Vormarsch sind vor allem die Bauschreiner, da sie auch zum ökologischen Bauen beitragen können. Sie kennen sich nicht nur mit dem Bau von Fenstern aus, sondern wissen auch, wie Fenster und Türen richtig gedämmt werden.

Der Ausbildungsgang

Die Ausbildung kann als Schreiner oder auch als Holzmechaniker erfolgen. Während der Schreiner noch immer eher die traditionellen Methoden anwendet, ist der Holzmechaniker in der Industrie tätig. Die beiden Berufe verfügen allerdings über eine ähnliche bis fast identische Ausbildung. Nur die Schwerpunkte unterscheiden sich. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Grundlage ist das duale System, weshalb der größte Teil der Ausbildung in Betrieben absolviert wird. Eine Einschränkung bildet das erste Jahr. Dieses findet ausschließlich an Schulen statt. Um aufgenommen zu werden, verlangen viele Schulen allerdings, dass der Auszubildende bereits einen Ausbildungsvertrag unterzeichnet hat. In vielen Fällen werden die Ausbildungsstellen aber auch während des ersten Jahres gesucht. Die Ausbildung endet immer mit einer Prüfung. Wird sie positiv absolviert, dann erhält der Auszubildende den Gesellenbrief.

Weiterbildung

Im Schreinerhandwerk gibt es nach Abschluss der Ausbildung eine Vielzahl von Weiterbildungsmöglichkeiten. Die bekannteste Weiterbildung ist die zum Meister. Ein weit weniger bekanntes Feld – das allerdings sehr gefragt ist – ist die Weiterbildung zum Restaurator. Daneben sind noch weitere zahlreiche Möglichkeiten gegeben. Beispielsweise ist die Fortbildung zum Gestalter des Handwerks möglich. Auch eine zusätzliche Ausbildung in Design und etliches mehr wird inzwischen für den Beruf angeboten.
Img.: Frank-Peter Funke – Fotolia

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