Tapetenkunde Teil 1: Vliestapete

Jedes Handwerk ist eine Kunst, die erlernt sein will, um nicht nur optimale, sondern perfekte Kreationen gestalten zu können. Tapezieren, sowie die Tapetenberatung, sind nur zwei Disziplinen des Maler- und Lackiererhandwerks. Neben dem „Bemalen und Anstreichen“ von Fassanden, Wänden, Decken oder Böden, versteht der Fachmann auch das Beschichten von Oberflächen mit speziellen Tapeten, Folien, Riemchen usw. Dem Wissen und den Kenntnissen der Handwerker ist es zu verdanken, dass der Handel immer bessere Ware anfertigen kann, um „Hobbyhandwerker“ beim Renovieren zu unterstützen. Trotzdem kann die Auswahl einer richtigen Tapete zum Studium werden.

Vliestapeten sind kinderleicht anzubringen

Für eine neue Wandgestaltung sind Arbeitstechniken, wie spachteln, grundieren, schleifen, ausgleichen oft unerlässlich und zählen zu Grundfertigkeiten, die für das spätere Ergebnis ausschlaggebend sein können, gleichgültig, ob es sich beim Tapezieren um eine Vliestapete, Raufaser-, Foto-, Textil-, Struktur-, Natur-, Glasfaser- oder Kunststofftapete handelt. Grundsätzlich kann z. B. der Vliestapete eine hohe Maßhaltig- und Reißfestigkeit zugesprochen werden. Dennoch hängt die, ihr nachgesagte, leichte Verarbeitung, bedeutend von der jeweiligen, qualitativen Herstellungsart ab. Eine hochwertige Vliestapete mag sich im Einkauf durchaus im oberen, preislichen Sektor bewegen, doch dankt sie dies durch besondere Strapazierfähigkeit. Eine bestimmte Zellulose-Textilfaserkombination verschafft dem Trägermaterial die sogenannte dampfdiffusionsoffene Wirkung und macht die Vliestapete zu einer beliebten, robusten Wandbekleidung.

Vliestapeten machen das Handwerk erlernbar

Vliestapeten erleichtern das Tapezieren ganz enorm. Trotzdem können einige Tipps sehr hilfreich sein, wie z. B. der Hinweis, dass helle Vliestapeten nicht deckend sind. Aus diesem Grunde muss der Untergrund nicht nur trocken, glatt und saugstark sein, sondern vor allem farblich gleichmäßig. Besonders Gipskartonplatten, die durch sichtbare Fugen aneinanderstoßen, benötigen vor dem Tapezieren der Vliestapeten entsprechende Vorbehandlungen, mit einer speziellen Spachtelmasse und anschließender Tapeziergrundierung „weiß“. Um evtl. Wandflecken zu beseitigen, die durch helle Vliestapeten schimmern könnten, eignet sich ein Voranstrich mit Flecken deckender Isolierfarbe. Hochwertige Vliestapeten weisen in der Regel ein Eigengewicht auf, das dem, einer einfachen Tapete deutlich übersteigt. Der Fachhandel bietet deshalb spezielle Kleister für Vliestapeten an, die nicht nur über eine stärkere Klebekraft verfügen, sondern sich kinderleicht auf die Wand aufbringen lassen. Es ist also nicht notwendig, jede einzelne Vliestapetenbahn rückwärtig einzukleistern und einweichen zu lassen. Genau deshalb ist es so leicht, Vliestapeten anzubringen.

Vliestapeten machen das Handwerk erlernbar

Vliestapeten unterstützen selbst den noch ungeübten „Hobbyhandwerker“ in seinem Vorhaben, tapezieren und renovieren zu erlernen. Die Vorteile der Vliestapeten liegen klar auf der Hand, denn die qualitativ hochwertige Ware bietet einen strapazierfähigen, robusten und leicht anzubringenden Wandbelag. Während herkömmliche Tapeten vorgekleistert werden müssen, um sich nach kurzer Einweichzeit, an der Wand zu verziehen, verzichten Vliestapeten auf diese Umstände. Vliestapeten lassen sich einfach auf die vorbereitete, gut eingekleisterte Wand anbringen und begeistern durch langlebige Schönheit.

Bild: dieter76 – Fotolia

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