Teppichboden verlegen: Know-how, Tipps und Tricks

Teppichböden sind nicht umsonst so beliebte Bodenbeläge: Sie sind in der Regel sehr strapazierfähig, wärmen und sind preisgünstig. In den meisten Fällen muss man die Teppichbodenbahnen auch nicht verkleben, sodass sie sich relativ einfach verlegen lassen – dazu gibt es im Folgenden ein paar praktische Tipps.

Woran man vor dem Kauf denken sollte

Wer kleine Kinder oder Haustiere bei sich zuhause hat, sollte zu einem kurzflorigen, robusten Teppichboden greifen. Dabei ist es ratsam, auf Prüfsiegel zu achten, die die gesundheitliche Unbedenklichkeit und Umweltfreundlichkeit nachweisen. Wenn man eine Fußbodenheizung besitzt, sollte man den Verkäufer fragen, ob sich der Teppich auch für solcherlei Räumlichkeiten eignet.
Beim Vermessen des Raums mit dem Zollstock ist es wichtig, auch Nischen und Aussparungen für Türen oder Heizungen zu erfassen. Zur Sicherheit sollten an jeder Seite fünf bis zehn Zentimeter zugegeben werden, als Sicherheitspuffer für eventuelle Fehler beim Messen.

Wichtig: Die Vorarbeiten für den Untergrund

Damit der Teppichboden später schön gleichmäßig liegt, muss der Untergrund vor dem Verlegen trocken und ganz eben sein. Ist dies nicht der Fall, hilft die Anwendung einer selbstverlaufenden Bodenausgleichsmasse. Die Masse muss über einige Stunden aushärten, bis der Teppich verlegt werden kann. Wichtig: Die Angaben in der Gebrauchsanweisung beachten!
In der Regel muss der Teppich in Räumen bis zu 25 qm nicht verklebt werden – es reicht, ihn mit doppelklebenden Klebebändern zu fixieren. Das hat Vorteile: Es kann beim Verlegen weniger falsch gemacht werden, und wenn der Teppichboden einmal wieder entfernt werden muss, geht das einfach schneller. Außerdem wird die Innenraumluft nicht von Verbindungen beeinträchtigt, die Lösungsmittel und Teppichunterboden unter Umständen eingehen und die zu Geruchsbelästigungen führen können.

Ideales Werkzeug: Die „Hakenklinge“

Beim Auslegen und Zuschneiden wird in der Regel zum sogenannten Teppichmesser mit seiner Abbrechklinge gegriffen. Experten empfehlen hier lieber ein Messer mit einer Hakenklinge: Im Gegensatz zum Teppichmesser, das bis zum Fußboden durchschneidet, schneidet es lediglich den Teppich – der Untergrund wird so nicht so leicht beschädigt.
Für einen sauberen Abschluss an den Wänden muss besonders sorgfältig gearbeitet werden. Zunächst werden die fixierenden Doppelklebebänder auf den Fußboden geklebt – das obere Schutzpapier bleibt zunächst auf den Bändern. Der Teppich wird nun fest in die Kante an der Wand gedrückt und vorsichtig zugeschnitten. Es hilft, wenn eine Helferin oder ein Helfer dabei den Teppich während des Zuschneidens festhält. Bei Ecken und Nischen muss der Teppich soweit es geht in die Ecke gedrückt und das überschüssige Material vorsichtig senkrecht eingeschnitten werden. Im Anschluss kann man dann den Teppich an den beiden Seiten der jeweiligen Ecke bis zum Rand eindrücken und ebenfalls sorgfältig zuschneiden. Für gerade Schnitte – beispielsweise an der Türschwelle – hilft eine Metallschiene, um einen geraden, sauberen Schnitt hinzukriegen.
Liegt nach dem Beschneiden der Teppichboden ganz eben, muss man ihn nur noch an den Rändern nochmal hochheben, das Schutzpapier des Klebebandes entfernen und ihn dann wieder vorsichtig aufs Klebeband legen – fertig.


Bildquelle: Fotolia, 6616276, Offscreen

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