Anleitung: Lichtschalter und Steckdosen selbst installieren

Mit Eigeninitiative lässt sich im Haushalt viel Geld sparen. Dies gilt allerdings nur eingeschränkt für elektrische Einrichtungen. Bei Mietwohnungen fallen alle Arbeiten an der Elektrik unter dem Putz in den Verantwortungsbereich des Vermieters. Schon wenn Sie Schalter und Steckdosen unfachmännisch austauschen, haften Sie für eventuelle Folgeschäden. Hier erfahren Sie, welche Dinge Sie unbedingt beachten sollten.

Altmodische Lichtschalter und Steckdosen selbst austauschen

Wenn Sie alte Schalter und Steckdosen durch modernere Modelle ersetzen möchten, dann ist der erste Schritt, wie bei allen Arbeiten an der Elektrik, eine sichere Trennung des Bauteils und der Zuleitungen vom Stromkreis. Bei einem Lichtschalter können Sie zwar feststellen, dass Sie die richtige Sicherung gefunden haben, wenn die angeschlossene Lampe nicht mehr brennt, diese Kontrolle reicht aber nicht aus. Auch wenn das Licht nicht mehr leuchtet, heißt das nicht unbedingt, dass alle Adern die zum Lichtschalter führen tatsächlich stromlos sind. Insbesondere bei älteren Elektroinstallationen kann an fehlerhaft verlegten oder schadhaften Leitungen trotzdem noch eine gefährliche Spannung auftreten. Die vollständige Trennung vom Stromnetz sollten Sie daher unbedingt mit einem geeigneten Messgerät überprüfen. Einfache Spannungsprüfer, bei denen bei Berührung mit einer spannungsführenden Leitung eine Glimmlampe aufleuchtet, sind hierfür nur bedingt geeignet.

Die wichtigsten Grundregeln für die Elektroinstallation

  • Das Verlegen elektrischer Leitungen unter Putz ist Aufgabe eines Fachmanns. Aber auch beim Verlegen elektrischer Leitungen auf dem Putz sind Vorschriften zu beachten. Zum Beispiel dürfen fest installierte Zuleitungen nicht mit Kabeln durchgeführt werden, deren Adern aus flexibler Litze bestehen, wie sie bei beweglichen Elektrogeräten, Mehrfachsteckdosen und Verlängerungskabeln zum Einsatz kommen.
  • Weitere wichtige Vorschriften betreffen die farbigen Kennzeichnungen der Adern. Diese wurden zwischen 1965 und 2003 international angeglichen, so dass Sie bei Hausinstallationen vielfach noch Farben finden, die nicht den gültigen Normen entsprechen. Die aktuelle Farbkennzeichnung unterscheidet zwischen dem gelb-grün gestreiften Schutzleiter, dem blauen Neutralleiter und dem braunen Außenleiter, umgangssprachlich „Phase“.
  • Bei einer einwandfreien Elektroinstallation können Sie ausschließlich am braunen Außenleiter eine Spannung messen. Eine Spannung am Neutralleiter oder sogar am Schutzleiter ist ein ernstes Warnsignal.
  • Beim Anschluss an einen Lichtschalter muss außerdem sichergestellt sein, dass der Außenleiter beim Ausschalten unterbrochen wird. Die Lampe geht zwar auch aus, wenn Sie nur den Nullleiter trennen, es besteht aber die Gefahr von Unfällen, wenn Sie beispielsweise die Birne wechseln und der Außenleiter noch unter Spannung steht.

Versteckte Gefahren bei der Elektroinstallation

Auch wenn fehlerhafte elektrische Installationen scheinbar problemlos funktionieren, können sie ein erhebliches Gefährdungspotential darstellen. Schon beim Austausch von Lichtschaltern und Steckdosen sind einige Dinge zu beachten, die Laien oft nicht bekannt sind. Hierüber sollten Sie sich in jedem Fall informieren, bevor Sie Schalter oder Steckdosen auswechseln.

Bild: hoppiphoto – Fotolia

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