Ausbildung zum Innenarchitekten

Die Aufgabe der Innenarchitektur ist das Gestalten und das Planen von Innenräumen. Dabei geht es nicht nur um das Ausstatten und Einrichten, sondern um die Gesamtheit des Innenraumes. Alles, was sich im Raum befindet und was den Raum visuell und gefühlt ausmacht, muss miteinander und untereinander stimmig sein. Wenn sich der Besucher im Raum wohlfühlt, ohne unbedingt konkret beschreiben zu können, woran das liegt, kann das durchaus die gute Leistung des Innenarchitekten sein. Aber wie ist der Werdegang hin zu einem solchen Könner?

In Deutschland ist die Ausbildung zum Innenarchitekten ein eigener Studiengang an Hochschulen, Fachhochschulen sowie an Akademien mit entsprechender Zertifizierung. Während bisher das Studium zum Innenarchitekten mit dem akademischen Grad des Diploms abgeschlossen wurde, tragen heutzutage die Absolventen den akademischen Grad Master oder Bachelor. Damit ist auch in diesem Studienbereich eine Angleichung und Vergleichbarkeit innerhalb der Europäischen Union gegeben. Wenn sich der erfolgreiche Studienabsolvent als Innenarchitekt selbständig machen möchte, muss er zwingend seinem Berufsverband, dem Bund Deutscher Innenarchitekten, kurz BDIA mit Sitz in Bonn beitreten.

Mit der Regelstudienzeit von sechs Semestern zum Bachelor Innenarchitekten

Innerhalb von mindestens drei Jahren wird den angehenden Innenarchitekten das notwendige Wissen vermittelt, damit sie anschließend diesen Beruf gewerbsmäßig ausüben können. Sei es in einem Angestelltenverhältnis, oder aber als selbständige Innenarchitekten in einem Einzel- oder Gemeinschaftsunternehmen. Voraussetzung zur Ausbildung sind Schulabschlüsse mit Allgemeiner Hochschulreife, mit fachgebundener Hochschulreife oder mit der Fachhochschulreife. Die Studiensprache ist deutsch, und Vorpraktika sind keine zwingende Voraussetzung für einen Studienbeginn.

Innenarchitektur und Raumgestaltung

Das Arbeitsgebiet des Innenarchitekten ist überaus vielfältig und vielseitig. Und immer geht es dabei um Räume. Daraus resultiert, dass auch ‚der Raum‘ einen buchstäblich wesentlichen Raum innerhalb der Studienzeit einnimmt. Alles, was mit dem Raum als solchem zu tun hat und mit ihm gemacht werden kann, wird näher beleuchtet, wird studiert. Dabei geht es sowohl um große Gesamtkonzepte als auch um individuelle und detaillierte Lösungen für mobile oder temporäre sowie für Gebäuderäume. Ein wesentlicher Ausbildungsinhalt ist die Innenarchitektur von gewerblichen Räumen, inklusive einer gekonnten Kombination von Architektur einerseits und Technik andererseits. Hinzu kommen öffentlich zugängliche sowie repräsentative Räume wie in Museen, Hotels, oder in Krankenhäusern. Und immer geht es hier darum, den Raum, also die Architektur mit den technischen Gegebenheiten und Notwendigkeiten zu verknüpfen.

Die Innenarchitektur von Wohnräumen – Das Salz in der Suppe des Fachmanns

Nicht wenige Studenten träumen vor oder während der Studienzeit davon, später einmal‚ so richtig innovativ und selbständig sein zu können. Darunter verstehen sie, ihre eigenen Ideen und Vorstellungen in ein Projekt einbringen zu können; so wie es der Architekt eines Gebäudes auch tun kann, wenn er frei planen darf. Und, in der Tat. Derartige Projekte gibt es, aber nicht für jeden Innenarchitekten. Um an solche Aufträge zu gelangen, wird neben einem sehr erfolgreichen Studium auch ein berufliches Standing erwartet. Denn die Ansprüche der Auftraggeber sind hoch und ausgefallen, und dementsprechend kostenintensiv auch das Projekt selbst. Innenarchitektur ist ein schöner Beruf, zu dem, nicht zuletzt auch mit wachsendem Erfolg, eine richtige Liebe entwickelt werden kann.

Quelle des Bildes: Kaarsten – Fotolia.com

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