Das Maurer-Handwerk

Der Maurer ist ein Handwerker, der vorwiegend auf Baustellen arbeitet. Bei der Errichtung des Rohbaus spielt er die wichtigste Rolle. Hier ist er für das gesamte Mauerwerk verantwortlich. Sein Aufgabengebiet hat sich in der Vergangenheit stark ausgedehnt. Ursprünglich errichtete er die Mauer aus Steinen. Inzwischen muss ein Maurer allerdings auch in der Lage sein, mit vielen weiteren Materialien zu arbeiten. So muss er Betonteile einbauen, Estrich legen und noch viele Dinge mehr. Hierfür stehen zwar in der Regel spezielle Berufe zur Verfügung, sie alle sind allerdings Berufe, die sich aus dem Maurerhandwerk entwickelten.

Traditionen

Im Gegensatz zu vielen anderen Berufsbildern, spielt die Tradition im Maurerhandwerk noch eine wichtige Rolle. Wie in wenigen Berufsbildern üblich, gehen einige Maurer auch heute noch auf die Walz. Dies hat den Vorteil, dass sie viel Erfahrung in kurzer Zeit sammeln können. Trotz seiner Wichtigkeit, ist in diesem Handwerk allerdings ein eher geringer Verdienst anzunehmen. Dies resultiert nicht zuletzt aus dem Umstand, dass die meisten Berufsangehörigen im Winter nicht beschäftigt werden können, so dass sie dann Unterstützung vom Arbeitsamt beanspruchen müssen. Zugleich gibt es die Möglichkeit, dass im Sommer viele Überstunden gemacht werden müssen, die dann im Winter abgebaut werden. In diesem Fall wird das Einkommen nicht geschmälert. Da der Hochbau allerdings immer abhängig von der Konjunktur ist, können hohe Arbeitslosenzeiten anfallen.

Noch immer echte Handarbeit

Auch wenn mittlerweile viele Techniken im Baubereich eingesetzt werden, so sind die Werkzeuge dennoch eher traditionell. Der Maurer verwendet vor allem noch die Maurerschnur und die Maurerkeller um seine Arbeit zu verrichten. Darüber hinaus arbeitet er mit einem Senklot und einer Wasserwaage. Trotz moderner Technik konnten diese Arbeitsmittel nicht durch moderne technische Einrichtungen ersetzt werden. Bei gemauerten Wänden werden diese Werkzeuge deshalb unverändert eingesetzt.

Die Ausbildung

Wie die meisten Handwerksberufe folgt auch der Maurer einer Ausbildungsordnung. Die Lehrzeit beträgt wie im Handwerk meistens üblich drei Jahre. Sie endet mit dem Bestehen der Gesellenprüfung. Die Ausbildung umfasst dabei eine Vielzahl verschiedener Handwerksbereiche, die vom Maurer auf der Baustelle übernommen werden. Neben dem Errichten von Mauerwerk aus Steinen, muss auch die Arbeit mit Beton erlernt werden. Darüber hinaus enthält die Ausbildung Kenntnisse im Verputzen. Der Aufbau von Gerüsten spielt dabei ebenfalls eine Rolle, da auf Baustellen meistens mit Gerüsten gearbeitet wird. Auch das Verlegen von Estrich ist ein wesentlicher Bestandteil des Ausbildungsgangs.
Wie inzwischen in vielen Ausbildungsberufen üblich, wird auch hier eine mehrstufige Ausbildung angeboten. Obwohl auch in der ersten Ausbildungshälfte theoretische Inhalte erlernt werden müssen, liegt der Schwerpunkt dennoch auf den handwerklichen Fähigkeiten. Nach zwei Jahren wird die Prüfung zum Hochbaufacharbeiter abgelegt. Dies ist die Werkerausbildung in diesem Beruf. Die mündlichen Anforderungen sind hier niedriger als bei der Gesellenprüfung. Der Hauptteil der Prüfung besteht aus praktischen Aufgabenstellungen. Nach dem dritten Jahr wird schließlich die Gesellenprüfung abgelegt. Bei beiden Prüfungen handelt es sich um einen Berufsabschluss. Der Hochbaufacharbeiter ist als eigenständiger Beruf anerkannt. Dieses Vorgehen wurde eingeführt, damit Jugendliche mit Lernbehinderungen die Möglichkeit haben, einen vollwertigen Beruf zu erlernen. Auf die besonderen Belange wie Lernschwierigkeiten im mündlichen Bereich wurde eingegangen, woraus die verminderten theoretischen Anforderungen entstanden. Nach dem Gesellenbrief besteht die Möglichkeit der Ausbildung zum Maurermeister.

Image: Roman Milert – Fotolia.com

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