Den Wasserdruck im Haus optimieren

Der sogenannte Versorgungsdruck von Trinkwasserleitungen liegt hierzulande in der Regel zwischen 2 und 8 bar. Doch wenngleich örtliche Wasserversorger zumindest in Neubaugebieten dazu verpflichtet sind, einen Mindestwasserdruck von 2 bar zu gewährleisten, kann es dennoch zu Druckabfällen kommen, was mehr als ärgerlich ist. Erfreulicherweise lässt sich die Ursache für einen Druckabfall aber zumeist schnell lokalisieren und einfach beheben.

Wie stellt man den Wasserdruck fest?

Um den eigentlichen Leitungsdruck festzustellen, reicht ein kurzer Blick auf den Hauptwasserzähler am sogenannten Minderdruckventil, das sich direkt am Hausanschluss befindet. Allerdings erfahren Sie anhand des Ventils lediglich, mit wie viel Druck das Wasser vonseiten des Wasserversorgers zu Ihrem Hausanschluss geleitet wird. Daher sollten Sie in regelmäßigen Abständen auch den Druck der einzelnen Wasserleitungen im Haus prüfen. Eigens zu diesem Zweck gibt es spezielle Manometer mit Doppelnippel, die Sie an Wasserhähne und Wasserschläuche in der Dusche schrauben können. Sobald der Manometer montiert ist, drehen Sie die betreffende Wasserleitung voll auf. Sollte der so ermittelte Druck gravierend von dem Wasserdruck der Hauptwasserleitung abweichen, gilt es, die Ursache des Druckverlustes zu finden.

Mögliche Ursachen für einen Druckabfall

Wenn Wasser mit sehr wenig Druck aus dem Wasserhahn oder dem Duschkopf kommt, obwohl der Wasserdruck beim Hausanschluss in Ordnung ist, könnte eine Wasserleitung defekt sein. Wahrscheinlicher ist aber, dass lediglich der Wasserfilter, der sich für gewöhnlich direkt hinter dem Hauptwasserzähler befindet, verstopft ist. Sollte der Austausch des Filters – der bei rückspülbaren Filtern alle zwei und bei nicht rückspülbaren Filtern alle sechs Monate erfolgen sollte – keine Besserung bringen, könnte auch der betreffende Wasserhahn oder Duschkopf verstopft sein. Eine weitere denkbare Ursache für einen zu niedrigen Wasserdruck ist, dass das Wasserventil der Leitung, mit der das Waschbecken oder die Dusche verbunden ist, nicht weit genug aufgedreht ist.

Tipp

Da die wenigsten Leute ein Manometer zu Hause haben, soll an dieser Stelle noch eine weitere Methode zum Ermitteln des Wasserdrucks vorgestellt werden, wenngleich Sie damit selbstverständlich keine so genauen Ergebnisse wie mit einem professionellen Messgerät erhalten. Bei besagter Methode stoppen Sie einfach die Zeit, und gucken wie lange es dauert, bis ein handelsüblicher Zehnlitereimer bei voll aufgedrehtem Wasser bis zum Rand gefüllt ist. Als Richtwert gilt dabei, dass das Füllen bei einem Wasserdruck von 5 bar etwa 25 Sekunden dauert.

Urheber des Bildes: Udo Kroener – Fotolia

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