Der richtige Dübel für jede Wand

Immer, wenn etwas an der Wand befestigt werden muss, ist es mit einem einfachen Nagel meist nicht getan. Dieser hält zwar leichte Bilder, für Wandschränke und Co. werden jedoch Dübel und Schrauben benötigt. Doch Dübel ist nicht gleich Dübel. Damit dieser gut und lange hält, gilt es, ein kleines Dübel-ABC zu berücksichtigen.

Gute Vorbereitung verhindert Wand-Krater

Noch bis in die 50er Jahre wurden Hanf und Holzstücke ins Bohrloch gesteckt, um Nägeln und Schrauben mehr Halt zu geben. Erfunden wurde der spreizbare Kunststoffdübel erst 1958. Heute ist er hingegen aus den Baumarktregalen nicht mehr wegzudenken und trotzdem gibt es viele Amateur-Heimwerker, die auch mit dieser einfachen Variante schon einige Wände verunstaltet haben. Bevor gedübelt wird, sollten also einige Punkte geklärt werden: Was soll montiert werden und wie schwer ist es? Welche Bohrer- und Dübelgröße wird benötigt? Besonders wichtig ist aber, dass der Untergrund bzw. seine Zusammensetzung ermittelt wird. Das verrät der Bohrstaub aber ziemlich schnell und es kann der entsprechende Dübel eingesetzt werden. Natürlich sollte nie mit einem zu großen Bohrer losgelegt werden und auch zu tiefe oder schräge Bohrstellen sollten vermieden werden. Als Faustegel gilt: Länge des Dübels plus ein Zentimeter.

Die gängigsten Dübelarten

Den klassischen Spreizdübel aus stabilem Nylon kennt jeder. Auch dieser entspricht dem Patent aus den 50er Jahren und eignet sich für Stein- und Betonwände, kann aber auch in Ziegelmauern und Naturstein eingesetzt werden. Spreizdübel gibt es aber auch aus Metall. Diese empfehlen sich dann, wenn extreme Zugfestigkeit gefragt ist. Das ist natürlich auch bei Deckeninstallationen der Fall. Im Laufe der Jahre sind immer neue Dübel-Typen erschienen, die heute verstärkt im Neubau benötigt werden. Gipskartondübel sind nur für Hohlraumbefestigungen gedacht und werden ganz ohne Bohren per Montagehilfe eingeschraubt. Sollen aber zum Beispiel Hängeschränke an Trockenbauwänden aus Gipskarton montiert werden, sollte unbedingt auf gespreizte oder ungespreizte Hohlraumdübel gesetzt werden, die locker um die 50 Kilogramm halten. Immer wichtiger werden auch Dämmstoffdübel, wobei diese eher nur für kleinere Lasten verwendet werden sollten.

Gut gebohrt ist halb gedübelt

Die Wahl des richtigen Dübels ist keine Kunst, da Internet oder Baumarktpersonal hier die nötigen Informationen liefern. Viel wichtiger ist, dass das Mauermaterial gekannt wird. Entscheidend ist aber auch der Umgang mit dem Bohrer, da sich der Dübel ansonsten gerne wehrt oder sogar einfach wieder herausfällt.


IMG: Thinkstock, iStock, dstaerk

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