Dielen schleifen wie der Profi

Um altem Dielenboden neuen Glanz zu verleihen, ist das Abschleifen der erste Arbeitsschritt. Eine geeignete Schleifmaschine kann man leihen. Um ein befriedigendes Ergebnis zu erzielen muss man allerdings einige Dinge beachten. Wir zeigen hier, wie man den Dielenboden fachgerecht aufarbeitet.

Bevor es losgeht

Man benötigt ein Schleifgerät für Dielen und Parkett, einen sogenannten Bandschleifer. Da diese Maschinen schwer und etwas unhandlich sind, benötigt man zusätzlich ein Handschleifgerät um auch in Ecken und Kanten gute Ergebnisse zu erzielen. Außerdem sollte man ausreichend passendes Schleifpapier besorgen. Hier sind verschiedene Stärken notwendig: 24er Körnung für alte und sehr strapazierte Böden, 40er Körnung für neue oder wenig strapazierte Dielen sowie 80er Körnung für den ersten Feinschliff. Für den Feinschliff ist ein leichterer Tellerschleifer besser geeignet als der schwere Bandschleifer. Für den Feinschliff mit dem Tellerschleifer verwendet man dann ein ein Schleifpapier mit 120er Körnung.

Kreuz und quer ­– Aber mit System

Da das Schleifen trotz Auffangsack am Schleifgerät eine staubige Angelegenheit ist, sollte der Raum komplett ausgeräumt werden und gut belüftet sein. Zum eigenen Schutz empfiehlt es sich, eine Atemmaske zu tragen. Der erste Schiff erfolgt diagonal, also im 45 Gradwinkel zum Verlauf der Dielen. Die Bandschleifmaschine nimmt durch das hohe Eigengewicht relativ viel von der Oberfläche der Dielen herunter – hier ist es besonders wichtig die Maschine zu führen, aber auch laufen zu lassen. Verweilt die Schleifmaschine zu lange an einer Stelle, wird zu viel Material abgeschliffen, was dann zu einem ungleichmäßigen Ergebnis führt. Für Ecken und Kanten verwendet man ein Handschleifgerät oder einen speziellen Kantenschleifer mit Schleifpapier der gleichen Körnung. Der nächste Schleifgang wird dann mit einem 80er Schleifpapier in Richtung der Dielen ausgeführt. Der Feinschliff gelingt mit einem leichteren Tellerschleifer und einem 120er Schleifpapier am besten.

Strapazierfähige Schutzschicht

Ist der Dielenboden fertig geschliffen, gilt es den Boden vom Schleifstaub zu befreien und eventuelle Schäden in den Dielen, die durch das schleifen nicht entfernt wurden, mit Holzkitt zu verspachteln. Soll der Boden eine andere Farbe, als die natürliche Holzfarbe erhalten, kann nun eine Beize auf Wasserbasis aufgetragen werden. Hier ist weniger mehr – die wässrige Beize sollte zügig und gleichmäßig mit einem Lappen oder einer Rolle aufgetragen werden. Achtung! Man kann die Farbe der Beize erst beurteilen, wenn sie ganz durchgetrocknet ist. Lieber später noch eine zweite Schicht auftragen, als einen zu dunklen Farbton zu riskieren. Im Anschluss folgt die endgültige Versiegelung der Holzdielen. Hier kann entweder ein wasserbasierter Dielen-Lack oder ein Öl-Wachs verwendet werden. Lack oder Öl-Wachs sollten dreimal nacheinander dünn und gleichmäßig aufgetragen werden um einen strapazierfähigen Schutz zu erzielen. Bevor die Möbel wieder eingeräumt werden können, muss der frisch versiegelte Dielenboden gut durchtrocknen.

Img: Fotolia, 4319754, Michael Kempf

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