Heimwerken, aber sicher: Unfälle in der Hobbywerkstatt vermeiden

Hör mal, wer da jammert: Etwa alle sechs Sekunden ereignet sich in Deutschland ein Unfall bei Heim- und Freizeitaktivitäten, besonders häufig betroffen sind Heimwerker. Kein Wunder, hantieren Hobbybastler doch oft mit Werkzeugen und Stoffen, die bei nicht sachgemäßer Handhabung Verletzungen von leicht bis schwer herbeiführen können. Das Thema Arbeitsschutz sollten private Heimwerker daher nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Ordnung ist das halbe Leben – und schützt vor Unfällen

Das Werkzeug liegt verstreut auf dem Boden, in der Werkstatt stapeln sich Kisten und Kartons, es herrscht ein kreatives Chaos – und hast du nicht gesehen stolpert der Heimwerker oder verletzt sich an einem spitzen Gegenstand. Die erste Regel zur Gefahrenprävention in der Hobbywerkstatt lautet daher: Ordnung muss sein. Werkzeug gehört an seinen angestammten Platz und sollte nach dem Gebrauch möglichst umgehend wieder dorthin zurückkehren. Wer spitze und scharfe Gegenstände einfach in die Kiste plumpsen lässt, riskiert Verletzungen, wenn er sie wieder herausnimmt. Der Boden der Werkstatt sollte frei von Stolperfallen sein, auch Strom- und andere Kabel können einen gestandenen Heimwerker zu Fall bringen.

Licht ins Dunkel bringen

Darüber hinaus ist es wichtig, dass in der Werkstatt für ausreichend Beleuchtung gesorgt ist. Im Halbdunkel mit Säge oder Messer zu hantieren, dass kann böse ins Auge beziehungsweise den Finger gehen. Zudem benötigt man gutes Licht, um überhaupt präzise arbeiten zu können. Was für Heimwerkerarbeiten ebenfalls vonnöten ist: genügend Zeit. Gut Ding hat Weile, schnell mal eben was erledigen erhöht nicht nur die Gefahr, dass Pfusch dabei herauskommt – sondern auch, dass die Sicherheit vernachlässigt wird.

Es gibt kein Bier auf Hawaii – und in der Werkstatt

Ein Bierchen in Ehren – das mag fürs Anschauen der „Sportschau“ gelten, beim Heimwerken sollte Alkohol dagegen tabu sein. Alkohol geht auf Kosten der Konzentration und Reaktionsfähigkeit, hat außerdem eine enthemmende Wirkung. Man fühlt sich toll, ist aber voll – da ist schnell ein Unfall passiert.

Auch Pantoffelhelden brauchen richtige Arbeitskleidung

Für ein sicheres Arbeiten in der Hobbywerkstatt ist auch eine geeignete Arbeitskleidung erforderlich. Sicherheitsschuhe mit Stahl- oder Kunststoffkappe gehören zur Grundausstattung. Sie sorgen dafür, dass bei herunterfallenden Gegenständen die Füße heil bleiben und sorgen zusätzlich für Halt. Bestimmte Arbeiten sollte man nicht ohne Gehörschutz und/oder Schutzbrille erledigen, und eine Staubmaske ist auch mitunter erforderlich. Viele Heimwerker tragen in ihrer Werkstatt einen Kittel, um ihre Kleidung vor Schmutz zu bewahren. Solche Kittel sind jedoch oft nicht eng genug geschnitten, sie können die Bewegungsfreiheit einschränken und – noch riskanter – es können sich Werkzeuge darin verfangen, mit denen man lieber keinen spontanen Körperkontakt haben möchte.

Foto: Thinkstock, 486973349, iStock, Zoran Zeremsk

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