Das Berufsfeld des Dachdeckers

Der Begriff Dachdecker bezieht sich auf die historischen Arbeiten. Inzwischen hat sich der Beruf ausgedehnt und die Aufgabengebiete sind vielfältig geworden. Neben den traditionellen Dacharbeiten ist der Berufsstand inzwischen auch für die Wandarbeiten sowie die Abdichtungstechniken an Gebäuden zuständig. Insgesamt ist der Dachdecker deshalb dafür zuständig, ein Haus wind- und wetterfest zu machen. Auch die Anbringung moderner Anlage wie Solarzellen gehört in das Tätigkeitsfeld.

Materialien

Um seine Aufgaben zu erfüllen, muss der Dachdecker mit vielen verschiedenen Materialien arbeiten können. Neben dem Holz und den Ziegeln aus gebranntem Ton, sind auch Bitumenbahnen inzwischen häufig im Einsatz. Darüber hinaus muss er sich mit den verschiedenen Dämmmaterialien auskennen und auch Kunststoffe werden in diesem Bereich immer wieder verbaut. Bedingt durch die Bauvorschriften zählt auch die Anbringung von Schutzeinrichtungen des Hauses – wie der Blitzableiter – zu seinem Aufgabengebiet. Da viele verschiedene Bauteile in seinen Arbeitsbereich gehören, muss der Umgang und die Bearbeitung von Metall ebenfalls erlernt werden.

Fort- und Weiterbildung der Dachdecker

Nach der Ausbildung und einiger Berufserfahrung, hat der Berufsstand die Möglichkeit sich weiterzubilden und zum Teil in vollständig andere Bereiche zu gehen. Eine Voraussetzung für eine spätere Selbstständigkeit ist der Meisterbrief, der sich an die eigentliche Ausbildung anschließen kann. Hierbei werden nicht nur die handwerklichen und theoretischen Fächer erlernt, sondern auch teilweise die Betriebswirtschaft in den Mittelpunkt gestellt. Ein Meister hat nach Abschluss dieser Ausbildung die Möglichkeit, Menschen in dem Beruf auszubilden. Darüber hinaus besteht für ihn die Möglichkeit eine Fortbildung zum Polier oder Werkpolier zu absolvieren. Auch die Fortbildung zum Techniker ist durchaus möglich. Wird nach der Ausbildung eine Fachschule besucht, dann gibt es noch weitere zahlreiche Möglichkeiten, die bis zum Studium gehen können.

Ausbildung zum Dachdecker

Die Ausbildung selbst findet im dualen Ausbildungssystem statt. Sie dauert drei Jahre. Die Ausbildungsvoraussetzungen sind vom Gesetzgeber nicht festgelegt. Allerdings verlangen die Betriebe mindestens einen Hauptschulabschluss. Der Trend geht darüber hinaus zur mittleren Reife oder sogar zum Abitur. Die Voraussetzungen zum Erlernen des Berufs sind zunächst handwerkliche Begabungen. Der Auszubildende sollte über gute motorische Fähigkeiten verfügen. Bedingt durch den Einsatzort, muss ein Lehrling allerdings auch schwindelfrei sein. Dachdecker arbeiten nicht nur auf den normalen Einfamilienhäusern, sondern auch auf Gebäuden, die weit über diese Höhe hinausragen. Deshalb sollte sich die Schwindelfreiheit nicht auf niedrige Gebäude beziehen, sondern allgemein vorhanden sein. Neben dieser Voraussetzungen muss auch eine gute körperliche Belastbarkeit vorliegen. Es handelt sich vor allem um körperliche Arbeit, weshalb die körperlichen Voraussetzungen vorher überprüft werden müssen.

Spezialisierungen

Nach der Ausbildung kann sich der Dachdecker auf verschiedene Arbeitsfelder spezialisieren. Gerade im Norden sind beispielsweise Unternehmen vorhanden, die ausschließlich Reetdächer herstellen. Darüber hinaus gibt es Unternehmen die sich auf den Bau von Solaranlagen spezialisiert haben. Zudem sind noch viele weitere Tätigkeitsfelder vorhanden, auf die sich der Berufsstand spezialisieren kann. Dabei steht nicht immer die Montage im Vordergrund. Vielmehr kann der Dachdecker auch beratend und verkäuferisch tätig werden. Bedingt durch die schnellen Entwicklungen in seinen Arbeitsbereichen muss sich der Berufsstand zudem ständig weiterbilden. Gerade in den Solartechnologien ist die Kenntnis um die technischen Entwicklungen wichtig, um eine fundierte Beratung und Montage der Anlagen zu gewährleisten. Auch die Baustoffe verändern sich sehr schnell, so dass eine Fortbildung auch in diesen Bereichen sinnvoll ist.

Bildquelle. Joerg Mikus – Fotolia.com

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