Selber tapezieren – so gelingt es professionell

Viele Heimwerker stöhnen, wenn eine Wohnungsrenovierung ansteht und neue Tapete benötigt wird, denn Tapezieren gilt als eine der kompliziertesten Do-it-yourself-Aufgaben. Doch der Tapetenwechsel muss keineswegs schwierig sein. Mit den folgenden Tipps zur richtigen Tapetenwahl, der besten Technik und den zu vermeidenden Fehlern werden auch Laien zu Tapezierprofis. Darüber hinaus bietet dieser Artikel Tipps, wie man mit einfachen Mitteln die Wände gestalten kann und so dem Tapezieren eventuell noch einige Monate entgehen kann.

Die wichtigsten Schritte beim Tapezieren

1. Genaues Vermessen der Wohnung

Je besser man die Wohnung mit allen Aussparungen und Winkeln vermisst, desto kosten- und materialsparender kann man arbeiten.

2. Wahl der richtigen Tapete

Papiertapeten sind schwierig zu verarbeiten, reißfeste Vliestapeten ideal für Anfänger. Originelle Fototapeten sind eine schöne Dekoidee für Erfahrene.

3. Tapetenkleister aufbringen

Der Tapetenkleister muss satt verteilt werden. Auf keinen Fall sollte man die Ecken und Seitenränder vergessen.

4. Ankleben der Tapetenbahnen

In der Regel beginnt man mit der oberen Tapetenhälfte, die man mit circa 2 cm Abstand zur Wandkante anbringen sollte. Mustertapeten und Fototapeten stellen hier eine Ausnahme dar. Sobald sie richtig sitzt, bürstet man die Tapete sorgfältig an die Wand. Die nächste Bahn wird am klebenden Seitenrand ausgerichtet.

Wände gestalten mit originellen Fototapeten oder Wandtattoos

Wer ganz besonders kreativ gestaltete Wände haben möchte, darf sich auf Designideen, beispielsweise von Decowunder-Tapeten, verlassen. Das vielseitige Angebot an Grafiken und Tattoos zur Wandgestaltung ist ideal, um ältere Wände aufzupeppen. Die selbstklebenden Wandtattoos gibt es in verschiedenen Größen und Designs. Sie sind schnell und einfach anzubringen und können ebenso einfach wieder entfernt werden, was die regelmäßige Umgestaltung der Wohnung ermöglicht. Originelle Fototapeten sind eine schöne Idee, um besondere Akzente in der Wohnung zu setzen. Sie können mit fertigen Motiven gekauft oder selbst entworfen werden. Wer seine Wohnung tapezieren möchte, kann sich auch für eine weiße Raufasertapete entscheiden, die kostengünstig ist und farbig gestrichen werden kann.

Mut zu Mustern

Mustertapeten gelten als die Königsdisziplin beim Tapezieren. Schließlich muss man hierbei besonders gut aufpassen, damit das Muster nicht verrutscht. Ein weit verbreitetes Vorurteil sagt zwar, dass große Muster in kleinen Räumen ungeeignet sind, doch da bekanntlich der Geschmack entscheidet kann man das problemlos vernachlässigen. Schließlich entscheidet man sich ja nur für ein Muster, wenn es einem auch gut gefällt und so sieht man sich auch nicht so schnell satt daran – ganz unabhängig von der Raumgröße. Wichtig ist, dass man beim Zuschneiden und Kleben der Tapete aufpasst, damit das Muster später auch an der Wand gut aussieht. Die meisten Mustertapeten besitzen einen Rapport. Das heißt, dass auf den Rollen angegeben ist, wie man die einzelnen Bahnen ansetzen muss, damit das Muster nicht verrutscht. Bereits beim Tapetenkauf muss der Rapport beachtet werden: Pro Bahn rechnet man eine Rapporthöhe dazu. So kann man sicher gehen, auch genügend Tapetenrollen zu kaufen.

Es muss nicht immer ein Tapetenwechsel sein

Tapezieren gehört trotz der neuen, reißfesten Vliestapeten zu den schwierigsten Aufgaben für Heimwerker. Zwar finden sich im Internet viele Schritt-für-Schritt-Anleitungen und können in Baumärkten Kurse gebucht werden, die Arbeit erfordert aber Geduld und handwerkliches Geschick. Wer sich an den kreativen Foto- oder Mustertapeten versuchen möchte, der sollte bereits ein wenig Erfahrung mitbringen oder einen Profi um Hilfe bitten. Für alle, die sich das nicht zutrauen oder denen Tapezieren zu viel Aufwand ist, sind Wandtattoos eine kreative Gestaltungsmög

Bild: Klaus-Peter Adler – Fotolia

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