Farbenlehre für die Wände

Haben Sie Lust auf frische Farbe in der Wohnung? Sie finden Ihre weißen Wände langweilig? Sie wollen einen besonderen Raumeffekt erzielen? Lesen Sie hier, wie Sie Farbe an den Wänden gezielt einsetzen. Schon eine einzelne farbige Wand hat verändert das Zimmer: Sie setzt einen Akzent, beruhigt, vergrößert oder schafft Ihren individuellen Wohlfühleffekt. Ein paar Grundregeln helfen Ihnen dabei, die richtige Farbe zu finden:

Die psychologische Wirkung

Farben lösen Emotionen aus, und diesen Effekt können Sie gezielt einsetzen. Ruhe und Entspannung assoziieren wir mit Blau, Rot hat Energie, Gelb und Grün sind lebendige Farben. Spüren Sie, welche Farben Ihnen guttun, und welche Stimmung Sie in den verschiedenen Zimmern erzielen möchten. Wenn die Küche beispielsweise der fröhliche Familientreffpunkt ist, könnte Gelb oder Grün genau das richtige sein.

Die Mischung macht’s

Wenn Sie eine schöne Farbe sehen, machen Sie ein Foto oder nehmen Sie ein Muster mit. Sie können dann zum Beispiel im Baumarkt anhand von Farbtafeln nach genau dem richtigen Mischungsverhältnis suchen und die Farbe fertig gemischt mitnehmen.

<h2Das Farbkonzept

Wenn Sie Ihre Lieblingsfarbe für das Wohnzimmer oder das Schlafzimmer gefunden haben, entscheiden Sie als nächstes, wie Sie die Wände im Einzelnen gestalten. Ton in Ton heißt ein mögliches Konzept, bei dem Sie den gleichen Farbton in verschiedenen Helligkeitsabstufungen einsetzen. Das wirkt sehr harmonisch. Eine Alternative ist die Arbeit mit Kontrasten. Starke Kontraste liegen sich auf dem Farbkreis genau gegenüber, wie Rot und Grün oder Blau und Orange. Die starken Kontraste werden als angenehm empfunden. Oder Sie wählen aus dem Farbenkreis benachbarte Farben – zum Beispiel Orange, Gelb und Grün oder Lila und Blau und erzeugen so ein harmonisches Umfeld.

Effekte mit Farben

Schon eine farbige Wand verändert den Raum. Eine einzelne rote Wand beispielsweise erzeugt Energie und wirkt in der Kombination mit den weißen Wänden frisch, während zu viel Rot schnell erdrückend wirkt. Eine zweigeteilte Wand beeinflusst den Raum optisch: Mit einer waagerechten Teilung wirkt der Raum niedriger. Eine helle Decke bei dunkleren Wänden vergrößert den Raum.

Und so geht’s

Wenn Sie sich für eine Farbe und ein Farbkonzept entschieden haben, geht es an die praktische Umsetzung. Dunkle Farben sind nicht grundsätzlich schwieriger zu streichen als helle. Um einen gleichmäßigen Anstrich zu erreichen, sollten Sie allerdings mehrere Schichten auftragen. Mit dem Streichen beginnen Sie auf der Fensterseite und arbeiten dann in den Raum hinein. Streichen Sie die Rolle sorgfältig an der Palette ab, damit nichts tropft. Nach drei bis vier Bahnen streichen sie noch einmal über die Fläche, so erreichen Sie einen gleichmäßigen Anstrich.

Lüften Sie gut, dann können Sie den Raum bereits nach sechs Stunden wieder nutzen.

Image: Fotolia, 10736704, Samari

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